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Seufzerbrücke



Die Seufzerbrücke (italienisch Ponte dei Sospiri) ist eine Bautenverbindungsbrücke, die den Dogenpalast und die Prigioni nuove, das neue Gefängnis, in der italienischen Stadt Venedig verbindet und über den Rio di Palazzo, einen etwa acht Meter breiten Kanal, führt.

Blick auf die Seufzerbrücke, den Rio di Palazzo und den Ponte della Paglia; links die Prigioni nuove
Blick von der anderen Seite

Die schmale, elf Meter lange, weiße Kalksteinbrücke wurde geplant von Antonio Contin, einem Neffen[1][2] von Antonio da Ponte, dem Erbauer der Rialtobrücke. Begonnen wurde mit dem Bau im Jahre 1600, vollendet war die Brücke 1602/03.[3] Contin hatte auch bereits an der Rialtobrücke mitgewirkt. Vom Dogenpalast wurden die von venezianischen Gerichten Verurteilten zur Haft oder zur Hinrichtung über diese Brücke in die Gefängnisräume geleitet. Über die Brücke führen zwei durch eine Mauer getrennte Wege, die den Blick von abgeführten Gefangenen auf die dem Gericht vorzuführenden verhindert.

Die „Seufzerbrücke“ erhielt erst im Zeitalter der Romantik ihren Namen, in der Vorstellung, dass die Gefangenen auf ihrem Weg ins Gefängnis von hier aus zum letzten Mal mit einem Seufzen einen Blick in die Freiheit der Lagune werfen konnten.

Einen sehr guten Blick auf die Seufzerbrücke hat man von der Ponte della Paglia.

Viele ähnliche Brücken wurden nach dem italienischen Vorbild ebenfalls Seufzerbrücke genannt. Bekanntere unter ihnen sind die an der Universität Cambridge, an der Universität Oxford und in Bremen.

Die Seufzerbrücke (Le pont des soupirs) ist auch der Name einer Opera bouffon von Jacques Offenbach.


Siehe auch


Weblinks

Commons: Seufzerbrücke in Venedig  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Antonio da Ponte — Google Arts & Culture. In: artsandculture.google.com. Abgerufen am 6. Februar 2021.
  2. The Life of Antonio da Ponte:. In: editions.covecollective.org. Abgerufen am 6. Februar 2021 (englisch).
  3. Kurt Heller: Venedig. Recht, Kultur und Leben in der Republik 697–1797. Böhlau Verlag, Wien 1999, ISBN 3-205-99042-0, S. 381. 




Quelle


Stand der Informationen: 16.12.2021 03:45:00 UTC

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